Das Unternehmen

EPH – EnergiePellets Hosenfeld GmbH

0% Plastikmüll – unser Beitrag für die Umwelt

Wir produzieren Holzpellets und Biostrom für die Region.

EPH – EnergiePellets Hosenfeld GmbH ist ein im Jahr 2007 gegründetes Unternehmen. In 2009 wurde ein Pelletwerk errichtet. EPH ist ein Schwesterunternehmen der Gebr. Hosenfeld GmbH & Co. KG (Sägewerk, Hobelwerk) und  verarbeitet die bei den Gebr. Hosenfeld anfallenden Holzreste zu rd. 50.000 t Holzpellets nach DINplus und EN-Plus.

ENplus-Zertifikat EPH

Unser umweltfreundlich ausgerichtetes Pelletwerk.

Kesselhaus (Wärmerzeugung): Im Kesselhaus werden durch einen Biomassekessel 8,5 MW Wärme erzeugt. Rund 1,4 MW Wärme werden zur Stromerzeugung genutzt, der Rest wird zur Trocknung von Sägespänen zur Pelleterzeugung verwendet.

Turbine und Generator: Die Stromerzeugung erfolgt durch ein ORC-Modul. Dieses wird durch die im Kesselhaus erzeugte Wärme mittels Wärmetauscher angetrieben.

Pelletproduktion: Die Pelletproduktion beginnt mit einem Bandtrockner, der durch die Wärme aus dem Kesselhaus versorgt wird. Die trockenen Späne werden durch eine Hammermühle zerkleinert und mittels zweier Pressen in Holzpellets umgeformt. Die Holzpellets werden in zwei Vorratssilos à 3.000 t zwischengelagert. Die Verladung erfolgt als lose Ware auf LKW (Silofahrzeuge, Kippmulden).

DIN plus Zertifikat EPH
Analysewerte vom 04-02-2021 EPH

Papiersäcke sind eine ökologische Alternative zu Plastiksäcken.

Holzpellets werden im Moment entweder als lose Ware oder in Plastiksäcken verpackt angeboten. Die von EPH – EnergiePellets Hosenfeld umgesetzte automatisierte Verpackung von Holzpellets in Papiersäcken ist deshalb eine Innovation, die technisch nicht ohne weiteres zu realisieren ist.

Papiersäcke sind eine ökologische Alternative zu Plastiksäcken. Bei der Herstellung entsteht weniger CO₂ als bei der Herstellung von Plastiksäcken (Beispiel-Studie hier). Ihre Entsorgung ist zudem unproblematischer und sie stellen keine mögliche Quelle für Plastikabfall oder Mikroplastik dar.

Dass Holzpellets im Moment in Plastik verpackt werden, hat sowohl wirtschaftliche als auch technische Gründe. Zum einen sind Plastiksäcke wesentlich billiger als Papiersäcke, da sie sich von einer Folienrolle beliebig abrollen und zu Schlauchbeuteln formen und befüllen lassen. Solche Maschinen haben bei niedrigen Folienkosten eine hohe Absackleistung pro Stunde. Papiersäcke können nicht von einer Rolle genommen werden sondern müssen vorher schon einzeln zusammengeklebt und nach dem Befüllen zugenäht werden. Das ist wesentlich teurer und aufwändiger als die Folienverpackung mit Schweißtechnik.

Weiterhin sind Holzpellets feuchtigkeitsempfindlich. Verpackt in Plastiksäcke können diese relativ witterungsresistent auch in feuchter Umgebung gelagert werden. Dies ist bei Papiersäcken nicht möglich. Hier muss auf trockene Lagerung geachtet werden, d.h. es müssen Lagerhallen etc. vorgehalten werden.

Ökologisch nachhaltig auf ganzer Linie.

Im Rahmen der Vorplanung des Projektes wurden intensive Gespräche mit potenziellen Abnehmern in der Region geführt. Da es sich bei den Holzpellets um ein ökologisches und nachhaltig hergestelltes Produkt handelt, besteht der potenzielle Kundenkreis in wesentlichen Teilen auch aus Personen mit einem entsprechenden Bewusstsein. In der gesamten Philosophie von EPH und der Produktion der Holzpellets ist das Verpacken in Plastiksäcken ein Punkt, der der generellen Linie nicht entspricht. Deshalb wurde nach Alternativen gesucht. Die Verpackung in Papiersäcken spricht den potenziellen Kunden an.

Nach längerer Recherche wurde ein Hersteller von Verpackungsmaschinen für Schüttgüter gefunden, dessen Maschinen im Prinzip auch für die Papierverpackung von Holzpellets geeignet sind. Eine entsprechende Maschine ist teurer als eine Standard-Plastiksackmaschine und bedarf Modifikationen. Ebenso ist mit einer längeren Einfahrzeit zu rechnen, um den dauerhaft störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Das Projekt war für EPH also mit technischen und wirtschaftlichen Risiken verbunden.

Dieses Projekt liegt uns am Herzen

Ziel des Projektes ist es, große Mengen von Holzpellets zukünftig automatisiert in umweltfreundlichen Papiersäcken zu verpacken und auf den Markt zu bringen. Dafür haben wir folgende technische und bauliche Voraussetzungen bei EPH – EnergiePellets Hosenfeld geschaffen:

  • eine Halle für die moderne Absackanlage
  • ein Fertigwarenlager (nicht-wasserdichte Papiersäcke können nicht im Freien gelagert werden)

Unser fachlich geeignetes Personal überwacht und steuert die Absackanlage.

Unser Beitrag zur Entlastung der Umwelt

Der Beitrag des Projektes zur Entlastung der Umwelt ergibt sich vorrangig durch die Verwendung von Papier anstatt von Plastik bei der Verpackung der Holzpellets. Durch die Nicht-Verwendung von Plastik werden fossile Rohstoffe eingespart. Außerdem haben Plastiksäcke einen schlechteren Carbon footprint als Papiersäcke. Des Weiteren gelangt weniger nicht-biologisch abbaubares Plastik / Mikroplastik in die Umwelt.

Eurosac infographic

Bildquelle Eurosac

Auf Basis der oben genannten Studie durchgeführte Modellrechnungen zeigen, in welcher Größenordnung das Vorhaben CO₂ einsparen könnte. Hinweis: Die Studie bezieht sich auf 25 kg Säcke (Plastik, Papier). Da EPH Holzpellets in 15 kg Papiersäcke verpacken möchte, wurden die Daten der Studie auf diese Größe umgerechnet.

Plastiksack
25kg
Papiersack
25kg
Carbon footprint in g CO₂19271
Plastiksack
15kg
Papiersack
15kg
Carbon footprint in g CO₂115,242,6
Ergebnis
CO₂ in t bei 10.000 t Holzpellets76,828,448,4
CO₂ in t bei 15.000 t Holzpellets115,242,672,6
CO₂ in t bei 20.000 t Holzpellets153,656,896,8

Laut DEPV werden in Deutschland 2.250.000 t (2017) Holzpellets produziert, von denen 22% als Sackware verkauft werden. Würde diese Menge (495.000 t) in 15 kg Papiersäcke verpackt anstatt in 15 kg Plastiksäcke, ließe sich hierdurch eine Menge von rd. 2.400 t CO₂e einsparen.

Unternehmensspezifisch können durch das Projekt auch noch LKW-Fahrten und Dieselkraftstoff eingespart werden. Die Menge der von EPH produzierten Holzpellets ist nämlich vom Holzreste-Anfall des Sägewerkes und des Hobelwerkes abhängig und liegt deshalb stabil bei rd. 40.000 t pro Jahr. Als ökologisch denkendes Unternehmen (verarbeitet wird Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern der Region) möchte EPH die Holzpellets vorzugsweise regional, also im Umkreis von bis zu 100 km, verkaufen und ausliefern. Der Absatz von loser Ware ist in der Region aber noch nicht hinreichend möglich. Deshalb wird die lose Ware, die regional nicht abgesetzt werden kann, noch im weiterem Umkreis ausgeliefert.

Durch die neue Absackanlage kann EPH den regionalen Pelletmarkt besser erschließen. Da die Produktion, wie oben beschrieben, auf rd. 40.000 t pro Jahr begrenzt ist, wird sich die Absatzmenge durch das Vorhaben nicht vergrößern, sondern vielmehr kann ein größerer Anteil der Holzpellets zukünftig im regionalen Umkreis von bis zu 100 km abgesetzt werden. Hierdurch können LKW-Fahrten und Dieselkraftstoff in einem nennenswerten Maße eingespart werden.

Holzpellets im Papiersack, Energiepellets - EPH Hosenfeld, Region Fulda
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